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Massivhaus oder Fertighaus: Welche Bauart ist die bessere Wahl?

Hausbau Planung media.Bauunternehmen-Suedtirol

Jeder, der auf dem Wege ist sich seinen Traum vom Eigenheim zu erfüllen, wird sich irgendwann einmal mit der Frage beschäftigen müssen wie das Haus nun gebaut werden soll. Soll es ein Massivhaus sein oder ein Fertighaus? Beide haben Vorteile, beide haben Nachteile. Welche Bauweise also am besten zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen und Vorstellungen passt, das müssen Sie ganz alleine entscheiden.

Das erste Argument das gegen ein Massivhaus und für ein Fertighaus spricht ist der Zeitgewinn.

Bedingt durch den Umstand, dass die Teile des Hauses vorgefertigt sind, kann das Haus schnell errichtet werden – wenn das Fundament steht. Aber hier liegt schon der erste Stolperstein. Das Fundament, die Bauanträge, das Genehmigungsverfahren, die Baugenehmigung braucht bei Massivhaus und Fertighaus die gleiche Zeit. Das Fundament ebenso. Beim Massivhaus wird nach Beendigung des Fundaments nun zügig weiter gemauert, beim Fertighaus werden im Werk die einzelnen Teile des Hauses angefertigt.

Verfolgt man nun diese beiden Baustellen parallel, dann kann man sehen, dass sich das Argument der Zeitersparnis schnell relativiert. Der Transport des Fertighauses zur Baustelle kostet auch Zeit und wenn beide Unternehmen, der Rohbauspezialist und die Fertigbaufirma gleichermaßen konzentriert an dem Bau arbeiten, wird in dem einen sowie in dem anderen Fall nach spätestens der zweiten Bauwoche das Richtfest gefeiert. Erst wenn das Haus dreistöckig werden soll kommt es zu einem deutlichen zeitlichen Vorteil für das Fertighaus.

Das Argument der Flexibilität bei den persönlichen Vorstellungen beim Bauen sollte ebenfalls berücksichtigt werden.

Hier liegt das Massivhaus klar vorne. Bauen kann man alles, und jeder Wunsch bezüglich Raumaufteilung, Anschlüsse, Fenster, Abflüsse und so weiter, kann berücksichtigt werden. Das ist bei einem Fertighaus schon weitaus schwieriger. Hier kann man auch nicht, während das Fertighaus aufgebaut wird, noch schnell einmal einen Anschluss ändern. Das ist alles im Werk bereits vorgefertigt und es gibt nur noch ganz wenig Spielräume für Änderungen. Anders das Massivhaus. Hier kann der ganze Bauvorgang verfolgt werden und in Zusammenarbeit mit dem Architekten und dem Bauunternehmer sind auch während des Baues noch Änderungen möglich. Wenn der Traum vom eigenen Heim auch im kleinsten Detail verwirklicht werden soll, kann das nur ein Massivhaus leisten.

Als letztes wären dann noch die umweltschützenden Maßnahmen in die Kalkulation ein zu beziehen.

Hier herrscht allgemein die Meinung vor, ein Fertighaus konnte besser isoliert und verdämmt werden. Das muss aber nicht wahr sein. Gerade bei modernen Baustoffen wie hochgedämmten Porenbetonsteinen ist der sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient U, fast unschlagbar. Hohe Druckfestigkeit und ein hoher Wärmedämmwert zeichnen heute alle moderne Baustoffe aus.

Neu auf dem Markt sind auch sogenannte Massivfertighäuser. Sie werden bereits beworben und stellen vielleicht eine annehmbare Alternative zwischen Fertighaus und Massivhaus dar. Hierbei werden massive gemauerte Bauteile vorgefertigt und dann vor Ort an der Baustelle zusammen gefügt. Inwieweit darin ein preislicher Vorteil liegt ist schwer zu entscheiden und sollte genau erfragt werden.

Es bleibt als Fazit also festzustellen, dass die Frage Massivhaus oder Fertighaus nicht mit rein logischen Argumenten zu beantworten ist. Vielleicht eine Sache noch die den Ausschlag geben könnte. Sollte es zu einem Wiederverkauf des Hauses kommen, liegt das Massivhaus beim Werterhalt deutlich vor dem Fertighaus – Also, ganz gleich ob Massivhaus oder Fertighaus – Sie haben die Wahl!

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